Prof. Dr. Alok Pareek

arbeitet seit 1981 zusammen mit seinem Vater Dr. S. R. Pareek in 3ter Generation im eigenen homöopathischen Zentrum (Praxis, Ambulanz, Krankenhaus und Intensivstation) in Agra, im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh.

Zusammen mit weiteren Familienmitgliedern versorgen sie täglich über 200 Patienten. Sie führen eine Klinik mit 50 Betten, in der Patienten homöopathisch behandelt werden,

und in dringenden Fällen auch operiert werden können. Die Klinik der Pareeks ist die weltweit einzige Homöopathische Klinik mit Ambulanz, Intensivstation und Operations-Saal die homöopathisch geführt wird! Die homöopathische Sektion, in der rein homöopathisch behandelt wird, assistieren 8 Ärzte und neben diesen Ärzten unterstützen ca. 25 Pharmazeuten und Helfer. In der Chirurgie und Intensivmedizin arbeiten ca. 40 bis 50 Leute. Die Gesamtanzahl der Mitarbeiter beläuft sich auf ungefähr 80 bis 90.

Eine Zweigstelle des Krankenhauses versorgt auch die ländliche Bevölkerung mit einer umfassenden Gesundheitsfürsorge, deren Schwerpunkt u. a. auf der Prävention von Krankheiten liegt. http://www.pareekhospital.com

Prof. Dr. Alok Pareek, Jahrgang 1956, wurde im Mai 1980 als DHMS des Nehru Homeopathic Medical College and Hospital in New Delhi mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Anschließend arbeitete er als AIP in der Lukas-Klinik in Arlesheim, Schweiz. Aufgrund seiner langjährigen klinischen Erfahrungen und der Forschungsarbeiten, die an den homöopathischen Einrichtungen der Familie Pareek durchgeführt werden, hat Alok diverse Lehraufträge an denå verschiedensten nationalen und internationalen akademischen und staatlichen Einrichtungen. Er ist außerdem Herausgeber der Krankenhauszeitschrift ‘Medical Review’.

Er ist Vorsitzender des Beratungsgremiums in Fragen der Homöopathie bei der Regierung des indischen Staates Uttar Pradesh und ist Mitglied des Lehrkörpers des Fachbereichs für Homöopathie an der Universität in Agra, Indien.

Seit 2013 ist er Vizepräsident der „Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis“. Er hält regelmäßig Seminare in angewandter Homöopathie in Europa, in Nordamerika, Australien, Russland und in verschiedenen Ländern Asiens. Für die beste wissenschaftliche Präsentation anlässlich der International Homeopathic Conference in New Delhi im Februar 1993 erhielt er die höchste Auszeichnung.

Prof. Dr. Alok Pareek besitzt eine sehr fundierte und umfangreiche praktische Erfahrung bei der homöopathischen Behandlung sehr schwerer Pathologien und ist ein weltweit gefragter Fachdozent und Lehrer der klassischen Homöopathie. Seine Schüler schätzen die klare Darstellung seiner Fälle und der Materia Medica und seine im Geiste Hahnemanns angewendete praktische Homöopathie.

Die Herangehensweise Pareeks bei der Behandlung akut und chronisch Kranker beleuchtet eine im Westen schon fast verlorengegangene Kunst, die wir häufig nur aus den Aufzeichnungen von Hahnemann, Burnett, Schlegel, Boger u. a. klassischen Meistern der Homöopathie kennen.

Prof. Dr. Pareek folgt der reinen klassischen Homöopathie und lehnt jeglichen spekulativen Umgang mit Arzneimitteln strikt ab. Er verwendet bei seinen Heilmitteln nach Kents Philosophie Urtinkturen, D-Potenzen, C-Potenzen und Schüßler-Salze.

In der Behandlung des Patienten versucht er zunächst immer die lebensbedrohliche Symptomatik zu lindern. Er verwendet hierbei häufig kleine organotrope, Arzneimittel. Erst durch die Gaben dieser kleinen (im homöopathischen Sinne) Arzneimittel, meist in niedrigen Potenzen oder Urtinktur, besteht die Möglichkeit, die akute Krise der Pathologie zu überstehen. Sie ebnet den Weg für die weitere Vorgehensweise. Erst danach verschreibt er konstitutionell bzw. antimiasmatisch (nach Hahnemann), wodurch der Patient gesundet und Rückfälle vermieden werden.

Aus seinem extrem reichen Erfahrungsschatz hat er für die schweren chronischen Krankheiten eine Art Stufenmodell der Herangehensweise herausgearbeitet (knapp 40 Jahre Praxiserfahrung).

welches sich an der Lebenskraft und Klarheit der Symptomen orientiert: je schwächer der Patient, je stärker die Pathologie, desto geringer die spezifischen Symptome, desto stärker verwendet er kleine „palliative“ Mittel (Urtinkturen, Schüsslersalze und organspezifische Arzneimittel in der
D/C 3, 6 oder 12), um die Lebenskraft zu stärken. Es gibt Krankheiten in fortgeschrittenen Zuständen, bei denen wir Symptome finden ohne weitere Begleitsymptome und Charakteristika. Das sind die fortgeschrittenen Erkrankungen, die nur ihre Pathologie zeigen. Bei diesen einseitigen Zuständen verwendet Pareek bestimmte Mittel, bei denen er die klinischen Anwendung über Jahre beobachtet hat. Diese Arzneimittel wirken auf einzelne Organe oder Organgruppen sehr spezifisch und speziellen Pathologien.

Beispiele:

Cadmium sulphricum: Das Mittel für fortgeschrittene Krebsfälle. Bei Nebenwirkungen der Chemotherapie. Cadmium hat mit Krebs zu tun, wie Thuja mit Warzen. Die Patienten gehen dem Tode entgegen, dünn, abgemagert, der Krebs hat sie aufgefressen. Schlank und dünn. Bisschen ähnlich Carb-v., sterbend mit Schweiß und Frostigkeit. Wenn die Lebenskraft schwach wird, werden sie fröstelig, ebenso alle Säuren. Verdauungstrakt, chron. Ulzeration, Krebs. Magenkrebs. Der Patient ist sehr schwach und Bluterbrechen wie Kaffeesatz (Crotalus horridus, Ars. und Phos.)

Iris versicolor bei Pankreaskrebs.

Cholesterinum bei Krebs der Leber und Gallenblase und Gallengänge. Primäres Leberkarzinom, auch Metastasen. Kann gutes Palliativum sein.

Euphorbium: Schmerzen durch Krebs, wenn er sehr schmerzhaft ist, lindert dieses Mittel.Knochensarkom, multiples Myelom. Brennende Schmerzen in den Knochen, agg. nachts.

Calcium iodatum für Krebs der Schilddrüse

Gallium und Sempervivum und Kalium cyanatum für Zungenkrebs,

Kalium arsenicosum für Hautkrebs

Carbo-animalis: Maligne Prozesse an der Haut, bösartige Geschwüre. Fortgeschrittener offener Krebs mit Absonderung. Bläuliche Farbe, bläuliche Venen, Schwäche der Zirkulation in den Venen.

Arsenicum sulphuratum flavum: Leukodermie, Vitiligo, Hypopigmentierung. Das Brennen von Ars. und Sulph., Agg. Mittag und Mitternacht. Wie von stechenden Nadeln, amel. durch warmes Wasser.

Arsenicum sulphuratum rubrum: Wirkt noch besser bei Vitiligo, C6 und C30.

Chenopodium anthelminticum: Sehr, sehr wichtig für die Ohren. Taubheit, bei Beeinträchtigung des Hörnerven! Taubheit bei beeinträchtigter Knochenleitung. Fortschreitende Taubheit für die menschliche Stimme. Empfindlich für Geräusche, z.B. ein vorüberfahrendes Fahrzeug, M. Meniére

Thiosinaminum: Auch gut für das Ohr. Stammt von Senfkörnern. Keloide, Strikturen, es löst Verklebungen. Ohr: Fibrosen, Verdickungen und Vernarbungen, Verdickte Trommelfelle, Taubheit, Tinnitus. Fibrose führt zu Verminderter Beweglichkeit der Gehörknöchelchen, Otosklerose!

Gnaphalium polycephalum: Ein Mittel, das bei Ischialgie fraglos von Nutzen ist, wenn der Schmerz mit Taubheit des betroffenen Gliedes verbunden ist.

Hecla lava: Ausgeprägte Wirkung auf die Kiefer[-knochen].
Von großem Nutzen bei Exostosen, Zahnfleischabszess, schwierigem Zahnen. Knotige Veränderung und Karies des Knochens etc. Ostitis, Periostitis, Osteosarkom; Rachitis. Osteomyelitis. Tumoren im allgemeinen. Knochentumore – Knochennekrose. Niedrige potenzen D3- 6

Je klarer und deutlicher die Symptome werden umso eher werden Polychreste oder Nosoden in einer C 200 gegeben. Selbstverständlich kann er aufgrund der enormen Anzahl von täglichen Patienten die Anamnese nicht alle persönlich durchführen. Er hat Assistenten, die dies für ihn tun und so die Konsultation vorbereiten. Seine klaren und praxisnahen Anamnesen und Fallanalysen erinnern stark an die Vorgehensweise der alten Meister. Wie wir in den vergangenen Jahren erfahren durften, ist Prof. Dr. Alok Pareek eine „wandelnde Materia Medica“.

Seine Schüler schätzen an ihm seine hohen menschlichen Qualitäten, bescheidenes Auftreten und seine Begeisterung für die reine, unverfälschte Lehre Hahnemanns. Nicht zu vergessen, dass er für seine Schüler und dessen Problemfällen immer ein offenes Ohr hat und mit ungeheuerlicher   Präzision Arzneimittelmöglichkeiten vorschlägt.

Diese sehr praxisnahe und erfolgreiche Behandlungsweise, dokumentiert mit sehr anschaulichen Fallbeispielen bzw. Live-Anamnesen, ermöglicht uns tiefe Einblicke in das Arbeiten unserer alten Lehrer.

Durch jedes Seminar nehmen Teilnehmende eine Menge an neuen Aspekten bekannter Arzneimittel, vor allem aber eine Fülle an Informationen über kleine und hierzulande zu wenig angewendete Arzneien mit in ihr Repertoire auf.

Die sichere Kenntnis der Wirkung organotroper Mittel wird durch Prof. Dr. Pareeks Ausführungen auch in einer sehr frequentierten Praxis schnell und präzise zum Heilerfolg führen. Diese Kostbarkeiten/Goldkörner in der täglichen Praxis richtig angewandt, eröffnen uns immer wieder eine ungeahnte Perspektive homöopathischen Reichtums und homöopathischer Heilerfolge.

Prof. Dr. Alok Pareek: „MeinTraum ist, dass Homöopathie nicht von unseren Prinzipien abweicht; wir sollten unseren Prinzipien und dem, was in unseren Klassikern, v.a. dem Organon geschrieben steht, streng folgen. Mein Traum ist, dass jeder Homöopath jeden Tag einige Paragraphen aus dem Organon liest.

Mein Traum ist, dass wir zurückkehren zu unseren Grundlagen von Hahnemann, von unseren Meistern. Dann wird diese Homöopathie wachsen und die Welt wird ein viel, viel besserer Ort werden. Mit diesem Gedanken haben wir unsere Klinik in Agra eröffnet. Das war der grundlegende Gedanke. Ich und mein Vater wollten jedem zeigen: Schau, Homöopathie wirkt! Homöopathie wirkt als Einzelmittel. Homöopathie wirkt in der kleinsten Gabe. Homöopathie wirkt in all diesen Zuständen. Das Gesetz der Homöopathie ist universell. Und wir haben Ergebnisse erzielt über die wir glücklich und zufrieden sind“.

Interview:

http://www.klassischehomoeopathie.de/pdf/Interview_mit_Alok_Pareek_HK3.13 .pdf

Von ihm und seinem Vater stammen folgende wissenschaftliche Publikationen:

  • Homöopathie für Notfälle und akute Erkrankungen
  • Krebs, heilbar durch Homöopathie
  • Schwere Krankheiten, heilbar durch Homöopathie

Die George Vithoulkas Stiftung bietet jedes Jahr ein viertägiges Seminar mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. http://www.gvs.net

Hier eine Auswahl seiner bisherigen Vortragsthemen:

  • Die homöopathische Behandlung von Krebserkrankungen (2006)
  • Die homöopathische Behandlung von Kindern und Nierenerkrankungen (2007)
  • Notfall- und Akutverschreibung – Angewandte Materia Medica (2008)
  • Die homöopathische Behandlung von Erkrankungen des Abdomens (2009)
  • Die lebendige Materia Medica (2010)
  • Gynäkologische Erkrankungen (2011)
  • Orthopädische Erkrankungen (2012)
  • Neurologische Erkrankungen (2013)
  • Geriatrie (2014)
  • Schüsslersalze und organotrophe Arzneimittel (2015)
  • Die homöopathische Behandlung akuter und chronischen Atemwegsbeschwerden (2016)

Diese Seminare wurden von unseren Kollegen der SSK aufgezeichnet und können dort erworben werden: http://www.homoeopathie-verstehen.de Seminarmittschnitte: http://homoeopathie-verstehen.de/index.php/alok-pareek